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autismus - Regionalverband Weser-Ems e.V.

Autismus: Strategien, die den Umgang mit Kindern mit einer autistischen Störung erleichternbuch4_1.jpg

Vereinfachen Sie Ihre Sprache,
besonders wenn das Kind frustriert und überfordert ist.
Sagen Sie lieber: "Komm bitte her", anstatt "Ich möchte, dass du herkommst und nahe bei mir bleibst, dann bist du sicher, wenn wir zum Parkplatz gehen."
Begleitende Handgesten sind zusätzlich hilfreich.

Suchen Sie mit dem Kind nach Lösungsstrategien für seine Wahrnehmungsprobleme.

Wenn das Kind z.B. leicht durch Geräusche überstimuliert wird, überlegen Sie, ob ihm Ohrstöpsel oder Kopfhörer helfen. Finden Sie eine ausgewogene Balance zwischen sozialen Aktivitäten und ruhigen, sachbezogenen Spielen und Aktionen.
Denken Sie daran, dass Menschen mit einer autistischen Störung leicht von sozialen Reizen übersättigt und überfordert sind. Sorgen Sie im Tagesablauf des Kindes immer wieder für Phasen von beruhigenden sensorischen Erfahrungen. Dies hilft dem Kind, sich anschließend wieder leichter auf die Gruppe einzulassen und beruhigt sein leicht überreiztes Nervensystem.

Wenn Ihr Kind lesen kann, verwenden Sie schriftliche Notizen, um mit dem Kind in angespannten Zeiten zu kommunizieren.

Beispielsweise kaufen Sie im Supermarkt ein und Ihr Kind regt sich auf, weil die Cornflakes nicht auf ihrem Platz stehen.
Schreiben Sie auf einen Zettel:
"Das kann vorkommen. Wir können um Hilfe bitten. Vielleicht gibt es noch Cornflakes im Vorratsraum. Wenn nicht, kaufen wir in einem anderen Geschäft welche."

Erklären Sie dem Kind den Ablauf eines jeden Tages und setzen Sie Bilder zur Verdeutlichung ein

 Verwenden Sie Abbildungen, Wortkarten oder Objekte, um zu veranschaulichen, was aufeinander folgt.
Wenn Aktivitäten beendet wurden, sollte das Kind sie am besten selbst abhaken oder durchstreichen. So bietet ein aufgehängter Tagesplan dem Kind eine gute Übersicht und Orientierung.
Der vielleicht größte Vorteil eine verbindlichen Tagesablaufes liegt in der Möglichkeit, neue Aktivitäten und Veränderungen dem Kind zu verdeutlichen.

kalender1.jpgVerwenden Sie einen Kalender, um besondere Ereignisse, Ausflüge und Ferien anzuzeigen.
Verwenden Sie Bildchen oder geschriebene Worte, um diese Ereignisse hervorzuheben. Das Kind kann dann jeden Tag durchstreichen und sieht anschaulich, wie Tag für Tag das besondere Ereignis näher rückt.

Verwenden Sie eine "Erst___dann"-Strategie
Verwenden Sie Abbildungen und Worte, um dem Kind Abläufe und Reihenfolgen zu vermitteln: z.B.
"Erst räumst du das Essgeschirr ab, dann kannst du wieder spielen."

Benutzen Sie die Redewendung, "Es gilt die Regel ___________",
wenn Sie dem Kind soziale Regeln mitteilen. Erklären Sie dem Kind die Gründe für die jeweiligen Regeln.

Achten Sie bewusst auf gelungene Handlungen des Kindes und loben Sie es besonders dafür.
Es ist sinnvoll, dabei Worte wie "da hast du dich super an die Regel erinnert", zu verwenden. Kinder mit einer autistischen Störung sind oft stolz auf ihr Erinnerungsvermögen.

Seien Sie konsequent.
Je ruhiger und durchschaubarer Sie sich verhalten, desto sicherer fühlt sich das Kind. Alle Kinder mögen vorhersehbares Verhalten:
"Wenn ich das tue... wird jenes passieren... . " Dies bedeutet nicht, heftig zu reagieren, sondern nur auf sinnvollen Regeln und Erwartungen zu bestehen, die Sie eingeführt haben.

Geben Sie dem Kind Wahlmöglichkeiten.
Stellen Sie Ihrem Kind Auswahlmöglichkeiten mit Fotos, Bildern oder Wortkarten zur Verfügung (Käse oder Wurst? Spielplatz oder Spielzimmer?). Wenn das Kind Schwierigkeiten hat, sich zu entscheiden, helfen Sie ihm, eine Sache auszuwählen und sie durchzuführen. Nach einigen "geführten" Erfahrungen wird es wahrscheinlich eine unabhängige Wahl treffen können.


Quelle:  Beverly Bishop,"Mein Freund mit Autismus", buchtitel.jpg
Übersetzt und überarbeitet von Ulrike Hamer-Elvert
Illustrationen von Craig Bishop, ausgestaltet und ergänzt von Janna Schulte
siehe: Unsere Literaturhinweise  

 

 

 



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